Radtour 2010

Photos von Wofgang Jochem


Die geheimnisvolle Radtour

Von Hans-Joachim Schaus

Petrus meinte es mal wieder gut mit uns. Obwohl es den Tag über öfter geregnet hatte, waren die Wetterbedingungen am Abend zu unserer diesjährigen Radtour optimal. Auf dem Programm stand die Besichtigung des Biokraftwerks in Wallerstädten und anschließend die gemeinsame Einkehr in ein Lokal.
Nach angenehmer Fahrt und netten Radtourmännergesprächen erreichten wir nach gut einer halben Stunde das Biokraftwerk. Der Besuch der Anlage war sehr informativ. Es ist gut etwas über alternative, erneuerbare Energien von Fachleuten vor Ort zu erfahren, besonders in heutiger Zeit. Die vielen Fragen unsererseits wurden alle fachlich und nett von Herrn Ruckelshausen beantwortet. Vielen Dank dafür.

Doch Wissen macht hungrig und vor allem durstig. So waren wir auch alle blitzschnell auf unseren Rädern als zum Aufbruch gerufen wurde und nun Essen und Trinken auf dem Programm standen. Zu dumm nur, dass unser Vergnügungsausschuß das ausgewählte Lokal immer bis kurz vor Ankunft streng geheim hält und so erfahren wir Sänger immer erst den Ort dann, wann wir quasi schon direkt davor stehen. Es ging also vorbei an Wiesen und üppig fruchttragender Felder, bei wieder tollen Männergesprächen und idealen Radeltemperaturen. Nun muss man sich vorstellen, dass wir uns natürlich nicht wie eine Schaafherde auf engen Pulk nebeneinander herbewegen, sonder sich unsere Gruppe, bestehend aus 30-35 Sängern jeder Altersklassen, mit jedem gefahrenen Kilometer immer mehr und mehr auf eine sehr, sehr lange Strecke verteilt, gleich einer Perlenkette bei der die Perlen einen großen Abstand zueinander haben. Dann kann man sich auch Vorstellen, dass bei einer solchen Kette auch mal ein Glied reißt und eine Perle sich auf abwegen befindet, da sie ja das Ziel nicht kennt. Gut nur, es gibt Mobiltelefone und beinah jeder ist damit ausgestattet. Doch etwas schwierig ist es schon, die verloren gegangene Perle über mehrere Gemarkungen hinweg per Handy zum Ziel zu führen. Nach einer Stunde waren wir alle wieder vereint.

Nun saßen wir gut gelaunt bei Speis und Trank auf der Terrasse der Reiterklause zwischen Leeheim und Dornheim. Diese hat einen neuen Pächter. Das Essen war sehr gut und die Bedienung sehr aufmerksam. Der Mond ging beinah voll über dem Odenwald auf und an unserem Tisch fragte man sich, ist er nun zu- oder abnehmend und es kamen die tollsten Theorien auf. Hier nun eine kleine Anmerkung. Der zunehmende Mond kann nur am Abendhimmel, der abnehmende Mond nur am Morgenhimmel beobachtet werden. Auf- und Untergangszeiten verschieben sich täglich um ca. 48 Minuten. Da der Mond zur Nachtzeit aufging und noch am Morgenhimmel zu sehen war, hatten wir abnehmenden Mond. Vollmond war ein Tag zuvor am Montag den 26.07.2010. Ich weiß, klugscheißern danach zählt nicht.

Natürlich wurden auch eins zwei Lieder angestimmt und die Stimmung war prächtig. Schade nur, dass die Zeit in schönen Augenblicken so schnell vorüber geht und wir machten uns auf die Heimreise. Doch die Dunkelheit trennte uns wieder und so kamen die meisten in kleinen Gruppen gegen Mitternacht nach Hause, der eine oder andere erst am frühen Morgen. Waren die nur Radfahren oder …?
Es war wieder schön und wir sind eine tolle Truppe.
Danke Vergnügunsausschuß.