Presseberichte

Immer diese Radfahrer

MGV Liederkranz Büttelborn besucht am 2. August die Feuerwehr in Groß-Gerau

Warum muss es in den letzten Jahren immer am Tag unserer Radtour regnen? Eine Stunde vor dem Treffen am Pavillon klingelt das Telefon. Thomas ruft an, hast du dein Rad gut geölt? Ich, ja ich denke doch. Thomas, dann ist es ja gut, dann kannst du es beruhigt stehen lassen, wir haben beschlossen, dass wir bei dem Wetter mit dem Auto fahren. 18:00 Uhr am Pavillon. Neun Kameraden sind schon da, Drei haben ihren Wagen dabei. Weitere Neun kommen mit dem Rad, der Rest der Sänger ist im Urlaub. Es sind unsere härtesten unter den Sängern, die Eisenfresser, die Steinezerbeißer, die auch bei Sturm und 15 Grad Minus noch mit Shorts und Adiletten Rad fahren. Klasse Jungs, Faust nach oben – nee, die Telefonkette hat nicht geklappt. Es ist gerade eine Regenpause. Die mit dem Rad gekommen sind wollen nun auch mit dem Rad fahren. Die anderen gemütlich mit dem Auto. Treffpunkt ist um 18:45 Uhr auf dem Parkplatz der Groß-Gerauer Feuerwehr. Die Radfahrer fahren los. Wenn man gemütlich mit dem Rad fährt, benötigen sie so ca. 25 Minuten. Die mit dem Auto geben den Radler 15 Minuten Vorsprung, dann treffen wir gemeinsam ein. So wurde es generalstabsmäßig besprochen, so hat das zu funktionieren. 18:40 Uhr, die Autofahrer treffen auf dem Parkplatz ein. 18:45 Uhr, Carsten Wallisch, einer der Fünf hauptamtlichen Gerätewarte der Feuerwehr möchte uns schon begrüßen und ist froh darüber, dass wir ein paar Minuten früher hier sind. Halt, die Radfahrer fehlen noch, müssten eigentlich schon hier sein. 18:50 Uhr, wir machen uns Gedanken, denn wir hatten schon einmal einen Spezialisten der sich verfahren hat, aber von Büttelborn nach Groß-Gerau? 18:55 Uhr, wir erwägen die Feuerwehr zu informieren. 18:59 Uhr, die Radfahrer biegen auf den Parkplatz ein, leicht glasige Augen, süßlicher Geruch, oooh, hoffentlich kommen diese verräterischen Brüder auf der Heimfahrt in einen Regenschauer. Nun begrüßt uns Carsten Wallisch offiziell. Wir besuchten vor 5 Jahren schon einmal die Feuerwehr auf dem alten Stützpunkt. Der neue Stützpunkt den die Feuerwehr am 17.12.2013 mit einem Blaulichtkonvoi und Martinshorn bezog, ist beeindruckend. Herr Wallisch zeigte uns zunächst alle Räumlichkeiten am neuen Stützpunkt, der aufs Modernste ausgestattet ist. Einsatzräume, Besprechungs- und Schulungsräume ähnlich dem Vorlesungssaal einer Uni, kleinere Hallen zur Prüfung, Wartung, Reinigung und Pflege der Geräte und vieles mehr. Draußen regnet es wieder, klasse. Erstaunt waren wir auch über das Einsatzgebiet. Da der Stützpunkt in Teilabschnitten auch dem Katastrophenschutz des Landkreises zugeteilt ist, können Einsätze vom Saukopftunnel bei Weinheim bis beinahe Frankfurt vorkommen. Nicht schlecht für die Freiwillige Feuerwehr einer Kleinstadt. Die Ausbildung ist auf einem sehr hohen Niveau. Allerhöchste Anforderungen an die Physis und Psyche stellt die Übungsstrecke. Die Träger von Atemschutzgeräten müssen hier in voller Montur, Hitze und Dunkelheit einen Parkour bewältigen, der durch Enge, Lärm und Blitzlicht alles abverlangt. Nicht ungefährlich. Glücklicherweise ist das Ganze bestens überwacht. Es regnet noch, die armen Radler tun mir so leid. Natürlich bekamen wir zum Schluss von Carsten Wallisch auch die Führung durch die Gerätehalle mit allen Fahrzeugen am Standort und allen Geräten. Viele Jungs wollten in ihrer Kindheit einmal in einem Feuerwehrauto sitzen und so bekam der eine oder andere glänzende Augen. Nach gut eineinhalb Stunden bedankten wir uns bei Herrn Wallisch für diese großartige Führung und verabschiedeten uns dann. Draußen hat es aufgehört zu regnen – sie hätten es verdient, nunja wer wird den so gehässig sein, schade. Nächster halt – Dorfkrug Büttelborn. Kaum hatten wir die Autos eingeparkt, kamen auch schon die Radler um die Ecke, leider trocken. Nach gutem Essen, ein paar Bier und einem Versöhnungsschnaps klappt es auch wieder mit den Radlern. Es war wieder einmal sehr schön, danke an unseren Vergnügungsausschuss, aber das mit dem Wetter, das müsst ihr nun wirklich langsam lernen.