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1. Online-Singstunde war ein voller Erfolg!!!

Liebe Sänger,
ich meine unsere erste Online-Singstunde war ein voller Erfolg. Ich freue mich dass so viele Sänger (24) aktiv mit dabei waren. Es war sehr schön euch alle mal wieder zusammen zu sehen. Einige meinten ja schon, so könnten wir immer proben.
Ein ganz herzliches Dankeschön an Florian. Du hast die Singstunde wirklich sehr gut vorbereitet und auch die Schmankerln mit den Videos sind sehr gut angekommen.

Ich würde mich freuen, wenn am nächsten Dienstag um 20:00 Uhr noch mehr Sänger dabei wären.

Herzliche Grüße
Michael

1. Online-Chorprobe
1. Online-Chorprobe Bitte Aufstellung nehmen (Danke Michael, für diese leckere Liederkranzbier)

Der Liederkranz bietet der Corona-Krise Paroli!

MGV Liederkranz plant 1. Online-Chorprobe mit Chorleiter Florian Trottenberg

Vom Versammlungsverbot, das die Corona-Pandemie mit sich bringt, sind auch die Kultur schaffenden Vereine wie Chöre nicht ausgeschlossen. Der Liederkranz Büttelborn versucht sich durch Online-Chorproben nicht zu weit von seinem gewohnt guten Niveau zu entfernen.

Ab dem 5. Mai wird der MGV Liederkranz Büttelborn eine Stunde lang eine Online-Chor-Probe veranstalten. Dazu wird er das Programm https://zoom.us benutzt. Der Chorleiter Florian Trottenberg setzt dieses Programm auch schon bei anderen Chören die er leitet erfolgreich ein.

Der Chor startet mit den Online-Proben am Dienstag den 05.05.2020 um 20:00 Uhr. Um den Umgang mit Zoom zu testen, wird es vor dem 1. Termin eine kurze Einleitung am Samstag, den 2. Mai, von 18:00 – 19:00 Uhr veranstaltet.

Online-Proben ersetzen natürlich keine Live-Probe, aber es ist eine Möglichkeit (virtuell) zusammen zu singen und sich als Chor wieder mal zu treffen.

Der Chor versucht seine gute Qualität mit den Online-Proben weiter aufrecht zu erhalten.

Auch das gesellige Beisammensein soll nicht zu kurz kommen: Im Anschluss an die Probe können die Sänger noch etwas im Chat bleiben, miteinander ein Bier trinken und sich online zuprosten.

Zusätzliche Unterstützung – Sound-Übungsdateien
Digitale Angeboten sind für den Büttelborner Chor nicht neu. In Vorbereitung auf Konzerte und Chorwettbewerbe hat der Chor schon in Vergangenheit Sound-Übungsdateien (MP3) eingesetzt. Der Chorleiter erstellt dazu für die einzelnen Stimmenlagen (Tenor und Bass) Tondateien mit dem Klavier oder singt die einzelnen Stimmen. Die Dateien werden auf der Homepage des Chors zum Download zu Verfügung gestellt. Zusätzlich dazu werden die MP3 über E-Mail versendet. Für die Zukunft denkt man im Chor auch darüber nach die Dateien über einen nicht öffentlichen YouTube-Kanal zu Verfügung zu stellen.

Für Sänger die sich die Dateien nicht über das Internet herunterladen können, werden CD-ROMs gebrannt, die in CD-Spielern abgespielt werden können.

Hintergrund Zoom-App
Zoom Meetings ist ein Dienst, mit dem Nutzer über eine Desktop- oder Smartphone-App, über eine Weboberfläche, per Telefon oder über ein Konferenzraum-System an Online-Videokonferenzen in HD-Qualität teilnehmen können. Über einen Chat können Nutzer Textnachrichten und Dateien austauschen und ein virtuelles Whiteboard nutzen. Zoom-Videokonferenzen können aufgeteilt werden, erlauben Screen-Sharing (auch für Smartphones) und können aufgezeichnet und transkribiert werden. Videokonferenzen zwischen über die Zoom-eigene Software eingewählten Nutzern sind Ende-zu-Ende-verschlüsselt.

Eine eingeschränkte Nutzung des Diensts zur Veranstaltung von Videokonferenzen ist für registrierte Nutzer kostenlos, dabei ist insbesondere die Dauer von Videokonferenzen mit Gruppen beschränkt.



Hintergund MGV Liederkranz 1863 e.V. Büttelborn
Ein aktiver und erfolgreicher Männergesangverein mit langer Tradition und modernem Repertoire. Der Chor präsentiert sich heute mit 35 aktiven Sängern und insgesamt 84 Mitgliedern.

Bemerkenswert ist die Vielfalt und Bandbreite der Chor-Literatur. Sie umfasst weltliche und geistliche Musik, ernste und humorvolle Stücke, schlichte Volkslieder und anspruchsvolle Chorwerke. Der Chor fühlt sich vom romantischen Chorlied bis zum pfiffigen Arrangement von Schlagermelodien und Popsongs zu Hause.

Erwähnenswert sind auch die Erfolge des Chores u.a. 1. Preise beim Chorwettbewerb der Kulturstiftung der Kreissparkasse Groß-Gerau, die Verleihung des Titels „Konzertchor des Sängerkreises Groß-Gerau“ und besonders der 1. Platz beim Hessischen Chrofestival mit der Auszeichnung „Gold-Diplom, Meisterchor des HSB”.
Bericht von Thomas Pleimfeldner

Liebe Sänger,
Ostern steht vor der Tür – aber in diesem Jahr ist alles ganz anders!
Die Corona Pandemie hält die ganze Welt in Atem, in einem Ausmaß, wie wir es uns vor vier Wochen noch nicht ausgemalt hätten.
Durch das Coronavirus haben viele Menschen mit Entbehrungen zu kämpfen: Manche haben Sorge um ihre Angehörigen oder ihr finanzielles Auskommen und es fällt uns besonders zum Osterfest schwer, unsere Verwandten und Freunde nicht zu besuchen. Dass etwas anders ist, dass es eine Bedrohung gibt, spürt in dieser Zeit wohl jeder. Die ständig verschärften Einschränkungen werden für uns alle zu einer zunehmenden Belastung und schlagen uns auch aufs Gemüt. Aber wir ergreifen in Deutschland sehr umsichtig Maßnahmen gegen diese Pandemie und es ist zum Wohle aller, wenn wir uns an die Beschränkungen halten.
Deshalb werden wir mit den Singstunden noch nicht nach Ostern starten können. Wir warten ab, welche Lockerungen von der Politik nach und nach umgesetzt werden und wann die Gemeinde die öffentlichen Räume für Versammlungen wieder frei gibt. Wir werden euch dann rechtzeitig vorher per E-Mail darüber informieren.
Für Ostern besteht auch eine Chance das Fest neu und intensiver zu erleben, wenn alles runtergefahren ist.
Last euch von der Oster-Freude anstecken und macht im kleinen Kreis was Schönes draus.

Michael Hölzgen

Das Corona-Virus hat auch Auswirkungen auf geplante Konzerte und Veranstaltungen. So wurde das für den 26. April 2020 geplante Chorkonzert im Staatstheater abgesagt.

Hier der Originaltext.


Liebe Beteiligten am Theatersingen am 26. April 2020,
liebe Sängerinnen und Sänger, liebe Chorleiter,
die zur Zeit erschreckende Ausbreitung des Corona-Virus, der laut Experten-Aussagen noch nicht einmal den Höhepunkt erreicht hat, hat uns nun doch bewogen, das für den 26. April 2020 geplante Chorkonzert im Staatstheater abzusagen, beziehungsweise auf das kommende Jahr zu verschieben.
Diese Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen. Jedoch ist uns die Gesundheit unserer Sängerinnen und Sänger sowie die unserer Zuhörerschaft wichtiger als alles andere.
Das größte Risiko sich mit dem Virus anzustecken betrifft Menschen mit einem schwachen Immunsystem, eben auch ältere und alte Menschen, die zu dieser Risikogruppe zählen. Und die Mehrzahl unserer Besucher – auch der teilnehmenden Sängerinnen und Sänger – sind Senioren. Sollte auch nur ein vom Virus Betroffener anwesend sein, hätte das unzählige Quarantäneanweisungen zur Folge!
Das hessische Gesundheitsministerium und jetzt auch die hessische Regierung empfehlen bereits die Absage von Groß-Veranstaltungen und diese Empfehlung kann sich ganz schnell in ein Veranstaltungsverbot ändern.
Auch im Staatstheater rechnet man täglich mit entsprechenden Anweisungen. Ein Symphoniekonzert wurde bereits abgesagt.
Bitte habt Verständnis für diese Maßnahme, aber Sicherheit geht vor!
Wir, der Vorstand des Sängerkreises Darmstadt-Stadt, wünschen allen eine gute ansteckungsfreie Zeit!
der Kreisvorstand des
Sängerkreises Darmstadt-Stadt
Karin Papalau
- Vorsitzende -

Bericht "Gross-Gerauer Echo" Von Marvi Mensch

LIEDERKRANZ Drei Chöre singen beim gelungenen Herbstkonzert vor begeistertem Publikum im vollbesetzten Büttelborner Volkshaus

BÜTTELBORN - Gleich drei Chöre standen am Sonntag beim Herbstkonzert des Männergesangvereins Liederkranz auf der Bühne. Neben den Liederkranz-Sängern und deren Projektchor „Herrenbesuch“ traten auch die „Weird Voices“ aus Rüsselsheim auf.

Düster und dramatisch kam der Männergesangverein Liederkranz zu Beginn seines Herbstkonzertes im voll besetzten Büttelborner Volkshaus daher. Schon äußerlich in tiefem Schwarz gekleidet, besang er den sagenhaften Kaiser Barbarossa, der, niemals verstorben, in seinem unterirdischen Schloss der Entzauberung harrt. Auch die folgenden Lieder „Ol’ man river“ und „Nobody knows“ klangen wehmütig und sind konfliktreichen Ursprungs, weil sie an die Rassendiskriminierung erinnern.

Männerchor zieht singend in den Saal ein

Dabei begrüßten die mehr als 30 Sänger ihr Publikum durchaus freudig und überraschend, als sie nicht wie erwartet auf der Bühne standen, sondern mit einem fröhlichen „Grüß Gott“ in den Saal einzogen. Waren die ersten Lieder noch der herbstlichen Stimmung gewidmet, setzte der vierstimmige Männerchor unter der Leitung von Markus Braun mit „Schneiders Höllenfahrt“ und dem Shanty „What shall we do“ deutlich positivere Akzente. Vor dem Auftritt des aus vier Sängerinnen und vier Sängern bestehenden Gastchors „Weird Voices“ aus Rüsselsheim, der beim Kreiskritiksingen ebenfalls den Titel Konzertchor erhielt, informierte Moderator Ulrich Bauer, dass nun „seltsame Stimmen“, so die deutsche Übersetzung für „Weird Voices“, auf die Bühne kommen. Wie einer der Sänger informierte, versuche der Chor bei seinen Gastauftritten stets, „emotionale Befindlichkeit und reale Umwelt“ zusammenzubringen. Für ein Herbstkonzert bedeute dies eine eher melancholische Musikauswahl mit dem Fokus auf die unerfüllte oder enttäuschte Liebe. „Can‘t buy me love“, „Come again“ oder „Je ne l‘ose dire“ trug der Chor eindringlich vor und wurde vom Publikum mit großem Applaus belohnt. Am Ende ihres ersten Auftritts gaben sich jedoch auch die „Weird Voices“ zuversichtlicher und verabschiedeten sich vorläufig mit „Wiskey in the jar“.

Hemdsärmelig und gut aufgelegt eröffnete der Liederkranz-Projektchor „Herrenbesuch“ den zweiten Teil des Konzertes. Die zehn Sänger überzeugten im Stil einer A-capella-Band mit der Ballade „Ich seh dich“ des Arrangeurs Oliver Gries und „An der Copacabana“, einer Persiflage auf Muskelmänner, und kamen nicht ohne Zugabe von der Bühne. Auch die „Weird Voices“ erinnerten im zweiten Programmteil mit „Under the boardwalk“ an sonniges Strandfeeling und unternahmen mit „Some nights“ einen Ausflug in den amerikanischen Indierock, ehe sie sich mit den Songs „Michelle“ und „Somebody that I used to know“ erneut mit der Thematik der unerfüllten Liebe befassten.

Nachdem der gemischte Chor, der ohne Chorleitung auskam, sich unter lange anhaltendem Applaus endgültig verabschiedet hatte, kamen die Gastgeber ein letztes Mal auf die Bühne. Doch ehe die Sänger noch einmal mit ihrer hohen Kompetenz glänzten und diese mit „Diplomatenjagd“, „Mambo“ und „Männer mag man eben“ eindrucksvoll bewiesen, forderte Markus Braun das Publikum mit dem Kanon „Ja Dan Duia“ zum Mitsingen auf. Nach eineinhalb Stunden hochkarätigen Chorgesangs verabschiedeten sich die Sänger nach Bravo-Rufen des Publikums mit dem „Banana Boat Song“.

Das Konzert

1. Block
MGV Liederkranz 1863 e.V. Büttelborn:
Einzug: Grüß Gott euch hier in der Runde (K: Jens Rohwer)
Der alte Barbarossa (Friedrich Silcher)
Ol man river (T: Horst-Heinz Hennig, M: Jerome Kern, Arr: Eddy Rhein)
Nobody knows (Winfried Siegler-Legel)
Schneiders Höllenfahrt (Volkslied, Arr: Alfons Burkhardt)
What shall we do with the drunken sailor (Shanty, Arr: Steinar Eielsen)

Weird Voices Rüsselsheim:
Can't buy me love (Arr. by Keith Abbs, Words and Music by John Lennon and Paul McCartney)
Come again (John Dowland)
Je ne l'ose dire (Pierre Certon)
April is in my mistress' face (Transcribed and edited by Thurston Dart, Komponist: Thomas Morley)
El grillo (Josqiun Desprez)
Abendlied (Josef Rheinberger)
Wiskey in the jar (Traditional, Arr. Carsten Gerlitz)

2. Block
„Herrenbesuch“ Projektchor des MGV Liederkranz:
Ich seh dich
(Oliver Gries)
An der Copacabana (O. Stangl)

Weird Voices Rüsselsheim:
Some Nights (Fun, Arr. Carrie Wade)
Under the boardwalk (Artie Resnick + Kenny Young, Arr. Deke Sharon + Anne Raugh)
Michelle (John Lennon + Paul McCartney, Arr. Grayston Ives)
Somebody that I used to know (Arr. Pentatonics; Gotye feat. Kimbra, arr. by David Wood)
A cappella (Kirby Shaw)

MGV Liederkranz 1863 e.V. Büttelborn:
Un poquito cantas
(Trad. Latin America, Arr: Franz M. Herzog)
Weit weit weg (Orig. Hubert von Goisern, Arr: Lorenz Maierhofer)
Diplomatenjagd (M: u. T: Reinhard Mey, Arr: Herbert Grunwald)
Mambo (M: u. T: Herbert Grönemeyer, Arr: Oliver Gies)
Männer mag man eben (Hans Unterweger)

Der Abstieg oder in vino veritas

(MGV Liederkranz mit Freunden zu Besuch in Oppenheim, Reisebericht von H.-J. Schaus)

Sehr aufgeregt telefoniert eine Oppenheimerin mit der Polizei, sie vernahm verdächtige Geräusche in ihrem Haus. Die Beamten schickten sofort einen Streifenwagen los und die Polizisten begannen umgehend damit, den mutmaßlichen Hergangsort zu untersuchen. Ein paar Augenblicke später trauten sie ihren Augen nicht. Der vor dem Haus abgestellte Streifenwagen versank langsam durch die Straßendecke, mit der Motorhaube zuerst und drohte abzustürzen. Das war im Jahr 1983, die Entdeckung des Oppenheimer-Kellerlabyrinths. Im Oktober 2015 steht eine Reisegruppe aus Büttelborn vor einer Tür in der Straße „Am Marktplatz“, in unmittelbarer Nähe zur Katharinenkirche und wagt einen Abstieg in die Unterwelt Oppenheims. Die Gruppe besteht aus über 40 Ausflüglern und wird auf zwei Führungen aufgeteilt. Weiße Hauben zur Kopfbedeckung werden ausgegeben. Wie sich die Gesichter verändern, wenn diese über das Haar gestülpt wird, Wahnsinn. Anschließend gibt es Schutzhelme. Der Gästeführer hat einen gelben, alle anderen einen grünen Helm. Einer wird auserkoren, der ebenfalls einen gelben Helm bekommt, er muss aus Sicherheitsgründen immer am Ende der Gruppe laufen, damit niemand verloren geht. Denn, die fleißigen Oppenheimer haben seit 1986 mehr als dreißig Kilometer dieser mysteriösen Tunnelanlage wieder freigelegt. Der Abstieg beginnt. Warum wir Helme tragen, wird bald klar, denn schon nach ein paar Metern hört man Geräusche, die wohl Kopfschmerzen verursacht hätten. Unser Gästeführer verstand die besondere Atmosphäre im Labyrinth, mit großem Fachwissen und kleinen Anekdoten, geschickt zu verbinden. Wir erfuhren viel, von Spitz- und Rundgewölben, von der Beschaffenheit des Untergrunds, dem Stapelrecht aus dem 15. Jahrhundert und vom berühmten „Gang nach Canossa“, von König Heinrich dem IV., der hier von Oppenheim aus, seinen Anfang nahm. Besonders interessant war die Tatsache, dass es in viele Häusern Oppenheims Zugänge zu den Katakomben gibt. Also sind diese Häuser doch irgendwie miteinander verbunden. Man stelle sich nun zur nächtlicher Stund, den einen oder anderen vorbeihuschenden Schatten vor. Wurde eigentlich seit der Freilegung der Zugänge die Geburtenstatistik Oppenheims schon einmal wissenschaftlich untersucht? Oh, manchmal schäme ich mich ein klein wenig ob meiner Fantasie. Nächster Tagespunkt „Weinbergsfahrt“. Drei Gespanne standen bereit und nach dem jeder seinen Platz gefunden hatte, gab es noch einige Informationen. Wie bei rumpelnder Fahrt der Wein, der im Planwagen verstaut war, am sichersten zu trinken sei. Der Tipp war gut und schon ging es

los. Vier Sorten Wein, von jeder Sorte 2 Flachen, darunter zwei Einliterflaschen, geteilt durch 12 Personen, das sind, ääh, Moment, zwei im Sinn …, nun, es wurde sehr lustig. So eine Fahrt macht Spaß, unser schönes Ried auf der anderen Rheinseite immer im Blick, die prächtigen Weinberge, toll. Bei einem schönen Aussichtspunkt hielten wir an und es gab „Worscht, Weck und Woi“. Nun schlug die Stunde unseres Gespannfahrers. Was mit philosophischen Ansätzen und bestimmt gut gemeinten Informationen über den Wein begann, ergoss sich in einen nicht enden wollenden Monolog. Ein Segen, als wir weiter fuhren. Zum Glück gab’s noch Wein. Nun hat man sich bei der Konstruktion eines solchen Planwagens sicherlich einiges gedacht. In der Wagenmitte ist über die Längsseite ein besonderer Tisch mit vielen Bohrungen in verschiedenen Größen montiert. Passend für die Weingläschen und den unterschiedlich großen Weinflaschen. Es ist interessant zu beobachten, mit welcher Beharrlichkeit so mancher versuchte, eine große Flasche in ein Loch mit kleinerem Durchmesser zu drücken. Bei einem Stopp am Oppenheimer Krötenbrunnen gab es Käse und Rotwein, alle waren ausgelassen und hatten Spaß. Nach insgesamt zweieinhalb Stunden Weinbergrundfahrt waren wir wieder an unserem Ausgangpunkt angekommen. Nero’s Steak und Meeresfrüchte Restaurant lag etwas oberhalb von Oppenheim. Festen Schrittes zog unsere Ausflugsgruppe dem kulinarischen Ziel entgegen. Das Lokal war wirklich schön gelegen, das Ambiente sehr beschaulich mit großen Gasträumen. Doch warum geleitete man uns in ein großes weißes Zelt? Wir kommen zwar von der anderen Rheinseite, aber erstens waren wir alle stubenrein, zweitens wollten wir kein Aufenthaltsrecht beantragen. Nun, das Essen war gut, die Bedienung stets präsent und auch sonst alles recht ordentlich und sauber. Vor der Heimreise muss ein Männergesangverein natürlich noch tun, was getan werden muss. Er singt, doch sollte man nicht für möglich halten, wie ein paar Fläschchen Wein eine Tonlage derart verschieben kann. Es war besser, dass wir im Zelt unter uns waren. Sonntagmorgen, 11. Oktober. Meine Frau und ich sitzen gemütlich beim Kaffee. Wir sind uns einig, es war ein sehr schöner Ausflug. Unser Vergnügungsausschuss hat sich wieder einmal etwas Schönes einfallen lassen und wir sind stolz auf ihn. Noch während des Kaffees treibt mich etwas um. Ich hole mein Smartphone und höre mich tatsächlich ins Mikro sagen: „Ok Google. Zeige mir die Geburtenstatistik Oppenheims seit 1960“.